Strobist Kit
Heute hatte ich etwas Zeit übrig um meine Blitze und die meiner Kollegin mit Klettband zu versehen. Damit lassen sich die Filterfolien leicht und sicher befestigen. Beim letztem Shooting war es etwas windiger und da sind uns dauernd die Folien vom Blitz weg geflogen oder hatten sich zum Teil angehoben – da stimmte dann nix mehr an Farben !
Mit dieser Lösung halten die Folien richtig fest am Blitz und man kann sie wenn man sie nicht braucht am Blitz befestigen. So hat man die wichtigsten immer mit dabei. Bei mir ist das die LEE 204 Folie mit der man den Blitz auf eine Farbtemperatur von ca. 3300Kelvin bekommt – entweder zum anpassen an die Lichtsituation oder zum bläulichen einfärben der Umgebung wenn man die Folie bei Tageslicht nutzt … aber das ist ein anderes Thema.
Das Eqipment was ihr hier seht sollte für die meisten Situationen reichen. Mit im Gepäck aber nicht abgebildet sind immer noch 2 Duschlichtschirme. Die 2 Canon 580ex lassen sich mit dem eTTL Kabel wunderbar einsetzen wenn man flexibel sein möchte oder HSS benötigt. Mit nur einem 580 am Kabel kann man auch off Cam auf den 2. Verschlussvorhang blitzen….
Wenn etwas mehr Zeit vorhanden ist oder der Aufbau etwas komplexer wird kommen die Funkauslöser ins Spiel. Zu den Yongnuo Auslösern gibt es schon einen Bericht.
Zu den beiden 580ern gesellen sich noch ein 550ez und einen Metz 40 – beide nur manuell benutzbar aber dafür für wenig Geld zu bekommen
Zu den Folien – Lee 204, 205, 201, 202, sowie Rot und Grün - gesellen sich in naher Zukunft noch ein Snoot/Tubus und kleine Platten zum abschatten …
Fallobst Teil 2
Heute hatte ich etwas Zeit und konnte zusammen mit der Praktikantin an der Obstwasserserie weiter arbeiten. Zugleich konnte ich auch viel über die Studiotechnik und Kamera erklären und auch gleich in die Praxis umsetzen …besser gehts ja kaum !
Heute musste eine Erdbeere ins kalte Wasser springen. Zum Aufbau gibt es nicht viel zu sagen – bis auf ein paar kleine Änderungen ist er so wie bei der vorherigen Aufnahme
PUSH ME
Fachkamera
Besser kann ich es auch nicht erklären, darum das Zitat von Wikipedia ….
Als Fachkamera wird ein Typ von Fotoapparat bezeichnet, dessen Konstruktion auf die Arbeit insbesondere im Fotostudio abgestimmt ist. Eine Fachkamera hat einen modularen Aufbau und ist meist eine Großformatkamera für Planfilm, selten für Mittelformate. Sie ist meist auf einer optischen Bank montiert, und die Standarten (Film- und Objektivebene) können gegeneinander verstellt werden, was eine Perspektiv- und Tiefenschärfemanipulation nach Scheimpflug ermöglicht. Beide sind durch einen Balgen miteinander verbunden. Leichtere und einfacher zu transportierende Varianten von Fachkameras sind Laufbodenkameras. Stativ und Handbelichtungsmesser oder Belichtungsmesser in der Filmebene sind beim Fotografieren mit einer Fachkamera obligatorisch.
Moderne Versionen arbeiten mit Digitalrückteilen, die über Kabel direkt mit einem Computer verbunden werden können.
Ich hatte die Gelegenheit mich einige Stunden mit einer Fachkamera samt Digitalem Rückteil von Phase One in einem Studio auszutoben.
Dabei sind diese zwei Aufnahmen entstanden bei deutlich wird das man durch Drehen/Kippen der Standarten die Schärfeebene geziehlt verändern kann.
Richtet man die Standarten parallel zum Objekt aus wereden Stürzende Linien vermieden. Beide Möglichkeiten sind in wenigem Minuten erledigt und liefern Ergebnisse die in Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop nur mit viel Aufwand realisierbar sind – wenn überhaupt!
Für reine Produktfotografie sicher eine sehr feine angelgenheit. Vorallem das Arbeiten mit Liveview auf dem PC ist eine nette Sache. Allerdings bracuht man etwas Zeit und bewegte Motive/People sind nicht so einfach zu fotografieren, aber dafür gibt es ja andere Systeme ….
Für gelegentliche Arbeiten im Studio wäre auch eine Adaption einer D-SLR an eine Fachkamera denkbar. Zusammen mit einer Canon 5D mkII hat man auch die möglichkeit über Liveview die Schärfe ein zustellen und bekommt Dateien mit genügend Auflösung. Allerdings grenz der tiefe Schacht der Camera den möglichen Verstellweg ein.
Alternativ kann man natürlich auch ein T&S Objektiv benutzen…. dazu später mehr
Latex meets Fashion 02
Angetan von den Ergebnissen unserer ersten Zusammenarbeit dauerte es nicht lange bis wir uns nochmal mit dem Thema Latex meets Fashion auseinander setzen wollten – gesagt getan und diesmal ging es ab in den Wald. Diesmal hatten wir die Sackkarre nicht vergessen doch auf dem sandigem Boden in der Wahner Heide war diese auch nicht optimal. Aber sie machte unsere leben doch etwas leichter.
Dafür hatten Jean-Paul Kowitz und ich diesmal etwas mehr Pech mit dem Wetter – wir wollten eigentlich die schöne Herbstsonne einfangen aber diese bliebt hinter den Wolken. Dafür haben die uns mit gelegentlichem Regen geärgert. Wiedereinmal hatte mein Explorer Case dabei und so mussten wir uns wenigstens um das Kameraequipment keine Sorgen machen!
Vom Regen in den Wald getrieben entstanden einige Aufnahmen, unter anderem auch diese hier ….
Auf dem Weg zum nächsten Termin kamm dann als ich Köln angekommen war die Sonne raus und gab uns das Licht was wir haben wollten – leider war ich aber Indoor unterwegs …..
Idee und Model für das 3. Shooting zu diesem Thema stehen schon fest – nur das Wetter muss jetzt noch mitspielen … und naja, der Winter ist halt nix für Latex Outdoor. Unser Model Lady Cassandra meinte in einer Pause – in Latex gibts es 2 Temperaturen, zu warm und zu kalt – ich glaub es gibt aber auch noch viel viel zu kalt !
Blaue Stunde der Fotografie
Die blaue Stunde wird in der Fotografie gerne für Landschaft und Architekturaufnahmen benutzt. Der Kontrast zwischen dem blauem Himmel – daher auch blaue Stunde – und dem Licht der Gebäude sorgt für interessante Bilder. Während der Himmel zur blauen Stunde ca. 9000-12000K hat, leuchten die Glühbirnen mit ca. 2500-3500K – die Bilder wirken dadurch ungewöhnlich bunt. Die Helligkeit der Gebäude und der blau leuchtende Himmel haben einen ähnlichen Kontrastumfang und ermöglichen so eine ausgewogene Belichtung.
Die blaue Stunde ist der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und der nächtlichen Dunkelheit. Die sonne ist dabei schon hinter den Horizont verschwunden, leuchtet aber noch in den Himmel. Dieser Zeitraum variiert zwischen 20 bis 50 Minuten. Viel Zeit bleibt einem also nicht für die Aufnahme ….
Pflicht sind hierbei ein stabiles Stativ und eine Langzeitbelichtung!
Explorer Cases
32 Stunden outdoor Aufnahmen, egal ob Regen oder Matsch … meine Füße waren nass und kalt, aber meine Kamera hatte es wohl gemütlich. In diesen Koffer kommt kein Wasser rein, solange das Druckausgleichsventiel geschlossen ist.
Was aber noch viel praktischer ist – drauf stehen geht wunderbar – als Hocker für die Pause – das geht mit einer Tasche nicht ….. naja, geht schon, nur wäre der Inhalt danach wohl nicht mehr zu gebrauchen !
In meinen Lieblingskoffer passt genug an Equipment rein – aktuell wäre das eine Canon 5D mit Batteriegriff, ein 28-75/2.8 von Tamron, ein 70-200/2.8 von Canon, eine 50er Festbrennweite, ein 16er Fisheye, ein 580ex, ein 540ex, ein 40er Metz, ein 5m TTl Kabel, meine Funkauslöser, Puder, Pinsel, Akkus für die Kamera, Akkus für die Blitze, Farbfolien und noch ein Superklamp … und es bleibt noch etwas Platz für 2 weitere nicht zu große Objektive. Dann ist aber auch jeder Zentimeter ausgenutzt ! Tragen macht dann übrigens auch keinen Spaß mehr, aber dafür gibt es 1. den Assistenten oder 2. die Sackkarre – wobei letzteres im Matsch nur bedingt etwas taugt …. Zusammen mit 3 Stativen für die Blitze hat man ein recht mobiles Set für gute Outdooraufnahmen im Strobist Style…
Für diese Größe gibt es auch noch ein Fotoinlay, unbedingt dazu kaufen – man ist damit viel flexibler mit der Einteilung ….
Wer den Koffer mal live sehen will – bei Calumet – W12175
Mit dem Koffer ist es bei mir übrigens so wie bei Frauen mit ihren Handtaschen – einer reicht nicht. Der Nächste wird für meinen Tronix XT und 2 kleine Studioblitze von Elinchrom sein …. der Laptop könnte auch Schutz gebrauchen …. dann noch ….. und …
Box me !
Auch schon vor einiger Zeit entstanden als Anfang einer Serie, aber leider bis heute nicht weiter daran gearbeitet. Entstanden in Studio von GF Kreativ. Ursprünglich wollte ich dort nur mal kurz Hallo sagen – nach einigen Tassen Kaffee später standen wir dann im Studio. Und da stand sie dann .. diese BOX ! Naja, es dauerte nicht lange und die Idee stand. Einige Testaufnahmen später gings dann los und unter anderem entstanden diese 2 Bilder hier …
Schärfentiefe
Oder auch Schärfebereich genannt. Und bitte … nicht Tiefenschärfe !
Die Schärfentiefe ist ein gestalterisches Mittel des Fotografen. Mit geringer Schärfentiefe lenken wir den Betrachter auf wichtige Motive. Aber wie beeinflussen wir sie ? Dazu muss man wissen das sie von der Brennweite, Blende, dem Objektabstand und zu gute letzt von der Sensorgröße bzw. dem Zerstreuungskreis abhängig ist.
Fangen wir mit dem einfachsten an, die Blende. Blende auf, wenig Schärfentiefe, Blende zu – mehr. Die Brennweite – je mehr ich in den Weitwinkelbereich gehe, desto größer wir die Schärfentiefe. Bei mehr Tele – naja, desto weniger. Bleibt noch der Motivabstand. Je näher desto geringer die Schärfentiefe und je weiter weg … richtig – desto größer. Das sind alle 3 Faktoren auf die ich während der Aufnahme einen Einfluss habe. Die Sensorgröße ändere ich zumindest recht selten. Von ihr hängt der Zerstreungskreis ab. Dieser sagt aus ab wann ein Punkt nicht mehr Scharf abgebildet wird. Bei der Canon 5D wären das 0,03mm.
Am besten sind hier wohl einige Beispiele …..
Canon 5D mit 50mm bei 1,5m Motivabstand:
F1.8 ergibt einen Schärfebereich von 4cm !!
F2.8 ergibt dann schon 6cm …
F4 dann 9cm
F8 ergibt dann 18cm, ab jetzt wäre zB das Portrait von Nase bis Ohr scharf
Bei 2,5m Motivabstand haben wir bei F1.8 schon 17cm an Scharfentiefe – vergleichbar mit F8 bei 1,5m …..
Wechseln wir jetzt auf 135mm so ergibt sich bei 2,5m Motivabstand:
F2 gibt sagenhafte 2cm !!
F4 immerhin 5cm
F8 gute 10cm
F11 dann erst 14cm
Und weil hier ein Wert als Vergleich reicht … 24mm mit 1m Motivabstand ergibt bei F2.8 satte 29cm !!
Beim Fokussieren sollte man beachten das sich die Scharfentiefe 1/3 vor und 2/3 hinter dem eingestellten Abstand entfaltet.
Hyperfocaldistanz
Hyper – was – distanz ? Genau das hab ich mich als ich dieses Wort das erste mal gehört haben auch gefragt. Was bitte soll das sein ?
Nun ja …. eigentlich ist es recht einfach. Die Hyperfocaldistanz ist der der erste Punkt der Scharf erscheint und von dem bis Unendlich alles scharf bleibt. Ok, soweit ja reicht einfach …. aber, sie ist auch abhängig von der Sensor oder Filmgröße, Brennweite und Blende. Je kleiner der Sensor wird, desto näher rückt diese Punkt, einmal wegen den geringen Brennweiten und zum anderen wegen dem Zerstreuungskreis. Das erklärt auch warum kleine Kompaktkameras Probleme haben den Hintergrund unscharf darzustellen und im Gegenzug sehr viel Schärfentiefe besitzen. Fixfokusobjektive beruhen auch auf diesem Prinzip. Und so mancher Partyfotograf benutzt es auch ….
Damit wäre wir bei Kameras mit größeren Sensoren angekommen. Um bei dem Beispiel mit den Partyfotos zu bleiben – Canon 5D mit einem 16mm Objektiv. Wenn wir in dem DOF ( Depth of Field Calculator ) eine Blende von 8 eingeben sehen wir das wenn man auf 1,08m fokussiert alles von 54cm bis unendlich scharf abgebildet wird. Gleich Blende aber mit 50mm Brennweite liegt die Hyperfocaldistanz bei 10,5m und alles von 5,25m bis unendlich erscheint scharf.
Zugegeben, wirklich oft rechne ich mir das nicht aus. Die Werte für 16mm hab ich im Kopf und alles andere … naja, da hab ich meistens Zeit zum fokusieren. Bei Architektur und Landschaftsaufnahmen hingegen mag es praktisch sein um möglichst alles scharf auf den Sensor zu bannen ohne unnötig viel abblenden zu müssen …. allerdings sollte man beachten das es je weiter man in richtung Unendlich kommt mit dem Motiv die Schärfe etwas nachlässt. Es ist eben “nur” eine akzeptable Schärfe. Besser ist es, wenn realisierbar, auf das Motiv zu fokusieren ….
Latex meets Fashion 01
Es gibt so Tage im Leben, da trifft man sich mit Freunden und lernt dabei neue kennen. Eigentlich ja nix besonderes …. eigentlich. An diesem Abend traf ich Jean-Paul Kowitz – Fotograf aus Köln. Wir haben uns dann den restlichen Abend eigentlich nur noch über Fotografie unterhalten und zum Ende hin festgehalten das wir zusammen einmal ein Shooting machen wollen. Ein paar Tage später klingelte mein Handy und Jean-Paul fragte … wie wäre es mit Latex, haste da Bock drauf ? Die Antwort kann man sich ja denken …..
Damit fing dann alles an. Einige Tage später stand das Model, die Location und der Termin fest. Lediglich das Wetter musste noch etwas mitspielen. Und zum Glück hat es das auch. Es war zwar recht kalt letzten Sonnstag, aber es regnete nicht! Nachdem unsere erste Bildidee aufgrund von äußeren Umständen nicht funktioniert hat konzentrierten wir uns auf das zweite Set. Mit reichlich Equipment bewaffnet machten wir und auf den Weg. Etwas erschöpft – ich werd die Sackkarre nicht nochmal vergessen – ging es direkt an den Aufbau und ans Einleuchten. Einige Probeaufnahmen später saßen wir vor dem Laptop und waren uns einig das jetzt alles stimmt. Jetzt kommt der für uns entspannte Part, wir mussten ja auch nicht die dicke Jacke ausziehen. Unsere tapferes Model hat ihren Teil aber auch sehr sehr gut gemacht …..
Ich denke das es in naher Zukunft noch einige gemeinsame Shootings geben wird – more to come !
Strobist